Aktuelles im November 2011
Einladung zur Jahrestagung vom 28.02.2012 - 01.03.2012
Den fachlichen Rahmen um unsere Mitgliederversammlung bildet das Thema „Inklusion“ Mit Herrn Dr. Thorsten Hinz, Geschäftsführer Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie e.V. (CBP) aus Freiburg. und Herrn Prof. Dr. Heinrich Greving, Katholische Fachhochschule Münster konnten wir zwei renommierte Fachleute auf diesem weiten Gebiet gewinnen.
Herr Dr. Hinz hält ein Impulsreferat zum Thema: „Inklusion für Menschen mit schwersten und komplexen Behinderungen. Ein sozialethischer Impuls“
Herr Prof. Greving wird am Donerstag mit uns zum Thema „Anforderungen an die Fachschulen für Heilpädagogik im Kontext von Inklusion“ arbeiten
Weitere Themen der Mitgliederversammlung können der Tagesordnung entnommen werden.
Bitte vormerken:
Jahrestagung 2012 vom 28.02.2012 - 01.03.2012
Aktuelles im Mai 2011
Ergebnisse des "Runden Tisch Ausbildung"
Vertreter von Hochschulen, des Berufsverbands (BHP) und der Vorstand der Ständigen Konferenz haben einen Weg konzipiert, auf welchem staatlich anerkannte Heilpädagoginnen und Heilpädagogen einen ersten akademischen Abschluss (Bachelor) auch ohne ein reguläres Studium erwerben können. Möglioh wird dies durch die sog. Externenprüfungen, die in den Hochschulgesetzen einiger Bundesländer verankert sind, und den beruflichen Kompetenzen, die außerhalb einer Hochschule erworben wurden, Rechnung tragen
Staatlich anerkannte HeilpädagogInnen haben an Fachschulen bzw. Fachakademien bereits ein hohes Maß an Wissen, Fertigkeiten und Kompetenzen erworben und verfügen über ein breites Spektrum von reflektierten Praxiserfahrungen. Wir freuen uns, dass Vertreter der Hochschulen für Heilpädagogik dies anerkennen und die Möglichkeit der Durchlässigkeit von beruflicher und akademischer Bildung unterstützen.
Externenprüfung bedeutet, dass sich staatlich anerkannte HeilpädagogInnen an einer Hochschule anmelden und bei Zulassung zur Prüfung alle Prüfungsleistungen selbständig absolvieren, die die Studierenden des grundständigen Studiengangs ebenfalls leisten müssen.
Der Berufsverband konzipiert eine Weiterbildungsreihe um staatlich anerkannte Heilpädagoginnen und Heilpädagogen auf dem Weg zur Externenprüfung beratend zu begleiten. Die europäische Akademie für Heilpädagogik im BHP wird in ihrem Programm 2012 auf diese Weiterbildungsreihe hinweisen.
Aktuelles im Februar 2011
Rückblick auf die Jahrestagung 2011 - Fachschulen für Heilpädagogik blicken mit Zuversicht in die Zukunft
Im Rahmen der Jahrestagung der STK fanden rege Auseinandersetzungen zu gesellschaftlichen Herausforderungen für die Heilpädagogik und zu berufspolitischen Fragestellungen statt. Als Referenten konnten Herr Prof. Markus Dederich, TU Dortmund und Herr Ministerialrat Lothar Herstix (Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW, Vorsitzender des AK Europäischer Qualifikationsrahmen) gewonnen werden.
Prof. Markus Dederich, TU Dortmund
Anerkennung von Differenz und die gesellschaftliche Produktion von Ungleichheit – Eine Herausforderung für die Heilpädagogik
Herr Prof. Dederich ging in seinem Impulsreferat folgender These nach: Eine grundlegende Frage im Diskurs über den Begriff und die Ehtik der Anerkennung bezieht sich auf das Verhältnis von erkennen und anerkennen. Anerkennen sei ein expressiver Akt, in dem der Erkenntnis eine positive Fürsprache eingeräumt wird. Anerkennung bedeute, dem Menschen neben sich einen Daseinsraum zu gewähren; Sie gehe einher mit Achtung. Diese gebiete, sich selbst zugunsten des Anderen zurückzunehmen und ihm einen positiven Wert zuzuschreiben.
Anerkennungsverhältnisse seien der Ermöglichungs-Rahmen für gelingendes Leben. Kritisch wird von Prof. Dederich dennoch beleuchtet, dass Anerkennungsethiken im Kontext von Behinderung "besonders attraktiv" seien, weil sie als sozialethische Begründung für die Forderung nach umfassender Inklusion verstanden werden könnten.
Prof. Dederich begründet seine Kritik mit dem Verweis auf die Anerkennungsethik Axel Honneths. Dieser erörtert, dass Menschen nur auf der Basis sozialer Anerkennung unverzerrte Identität und persönliche Integrität aufbauen könnten. Honneth fordert deshalb Anerkennung in Form von Liebe (Fürsorge emotionaler Zuwendung), der Gewährung gleicher Rechte und der Erfahrung solidarischer Zuwendung. Solidarische Zuwendung ermögliche dem Einzelnen zu vertrauen, dass er selbst wertvolle Leistungen für die Gemeinschaft erbringe. Er werde wertgeschätzt als Subjekt, dessen Fähigkeiten für die konkrete Gemeinschaft von grundlegendem Wert sind,
In diesem Begründungszusammenhang sieht Prof. Dederich ein Grundproblem der Anerkennungsethik Honneths. Es ist nämlich die Gesellschaft, welche die Kriterien definiert, durch die ein Beitrag für die Gemeinschaft als wertvoll erachtet wird oder nicht. Im Hinblick auf die Forderung nach solidarischer Zuwendung sei Anerkennung deshalb nicht bedingungslos.
Der Zugang zur Anerkennung über die Leistungen des Einzelnen, die von Seiten der Gesellschaft als wertvoll definiert werden, drohe, so Prof Dederich, radikale Andersheit nicht zuzulassen.
Anerkennen setze Erkennen voraus. Radikal gedachte Andersheit entziehe sich jedoch der sprachlichen Benennung und somit auch dem Erkennen. Dies gebe radikal gedachter Differenz keinen Raum.
Ministerialrat Lothar Herstix
(Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW, Vorsitzender des AK Europäischer Qualifikationsrahmen)
Der Deutsche Qualifikationsrahmen – ein Sachstandsbericht
Herr Ministerialrat Herstix verdeutlichte, dass angesichts der immensen Interessengegensätze im Arbeitskreis Deutscher Qualifikationsrahmen die Einigung auf einen gemeinsamen Entwurf als großer Erfolg zu werten ist. Herr Herstix unterstrich, dass der DQR nicht die oft unterstellte Bildungsrevolution auslösen werde, sondern ein erster Versuch sei, sich auf europäischer Ebene anfänglich über Vergleichbarkeit zu verständigen. Der DQR sei ein Instrument zur Zuordnung von Bildungsabschlüssen, Die Erfassung lebenslanger Qualifizierungsprozesse müssten noch diskutieren muss. Neben der formalen Einordnung des Bildungsabschlusses sei das persönliche Portfolio von besonderem Interesse.
Ein besonderes Thema im Arbeitskreis DQR war die Frage, welche Abschlüsse der Stufe 1 zugeordnet werden sollten. Den Mitglieder des Arbeitskreises war es wichtig bei der Zuordnung auch die Abschlüsse von AbsolventInnen der Förderschulen zu berücksichtigen.
Die Zuordnung der Fachschulen (auch der FS Heilpädagogik) avisierte er vorsichtig ("man könnte sich einigen") zu Stufe 6, in der dann möglicherweise die große Bandbreite von Fachschulausbildung, Bachelor und Meisterabschluss zu finden sei.
Die STK begrüßt ein neues Mitglied
Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde am 17. Februar 2011 eine weitere Fachschule für Heilpädagogik in die STK aufgenommen.
Wir begrüßen die Fachschule für Heilpädagogik der Rhein-Main-Neckar gGmbH in Darmstadt als neues Mitglied.












